Gibt es Alternativen zur Darmspiegelung?
In manchen Fällen können krankhafte Veränderungen des Dickdarms durch Ultraschall, Röntgenverfahren (z.B. Computertomographie) oder Kernspintomographie sichtbar gemacht werden. Diese Verfahren sind zwar weniger unangenehm, weisen jedoch zum Teil eine Belastung mit Röntgenstrahlen auf. Auch um die Darmvorbereitung, sprich das Abführen, kommt man bei diesen Methoden nicht herum.
Im Gegensatz zu den o.g. Verfahren kann der Arzt mit dem Endoskop den Dickdarm unter direkter Sicht begutachten und gleichzeitig Gewebeproben für die feingewebliche Untersuchungen entnehmen. Dies ist der entscheidende Vorteil zu allen o.g. Verfahren. Sollte nämlich z.B. während einer Computertomographie ein Polyp entdeckt werden, so muss dieser danach in einer zweiten Untersuchung (inklusive einer erneuten Darmvorbereitung) entfernt werden.
Aus diesen Gründen wird die Koloskopie und ggf. die endoskopische Behandlung bevorzugt, da sie nach Wertung aller bisherigen Befunde die schonendste Untersuchungs- bzw. Behandlungsmethode darstellt.
