Was sollte vor und nach der Koloskopie beachtet werden?
Vor der Spiegelung:
Um den Dickdarm genau beurteilen und ggf. vorhandene krankhafte Veränderungen behandeln zu können, muss dieser gründlich gereinigt werden. Dazu müssen unbedingt die Anweisungen des behandelden Arztes hinsichtlich des Essens und Trinkens sowie zur Darmreinigung genauestens befolgt werden. Eine Übersicht darüber, welche Nahrungsmittel idealerweise bereits einige Tage vor dem Eingriff zu meiden sind, erhalten Sie hier
Durch die Abführmaßnahmen kann die Wirksamkeit von eingenommenen Medikamenten aufgehoben oder eingeschränkt sein - vor allem Diabetiker sollten Einzelheiten dazu unbedingt mit Ihrem Arzt besprechen. Dies gilt auch für die „Pille" zur Empfängnisverhütung.
Am unangenehmsten wird in der Regel das Trinken des Abführmittels empfunden. Siehe hierzu auch Einnahmeschemata, wobei jedoch die Darmvorbereitung individuell von Arztpraxis zu Arztpraxis variieren kann. Halten Sie sich deshalb auf jeden Fall unbedingt an die Anweisungen Ihres behandelden Arztes.
So sollte ein gut vorbereiteter Darm aussehen:

Keine Sichtbeeinträchtigung durch Verschmutzung.
Nach der Spiegelung:
Im Darm verbliebene Luft kann schmerzhafte Blähungen verursachen. Durch reichliche Körperbewegung kann der Abgang der Luft unterstützt werden.
Falls vom Arzt nicht anders angeordnet, kann nach der Koloskopie wie gewohnt gegessen und getrunken werden. Hinsichtlich anderer Verhaltensregeln, z.B. (Wieder-) Einnahme von Medikamenten, insbesondere von blutgerinnungshemmenden Mitteln, müssen die Empfehlungen des behandelnden Arztes beachtet werden.
Nach einer Beruhigungs- und/oder Schmerzspritze ist eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr für 24 Stunden zu meiden. Bei ambulanter Spiegelung sollte sich der Patient deshalb abholen lassen und nachfragen, ob ggf. zu Hause für eine bestimmte Zeit eine Aufsichtsperson erforderlich ist.
Beim Auftreten von Bauchschmerzen oder anderen Befindlichkeitsstörungen (z.B. Schwindel, Übelkeit, Schweißausbruch) bzw. Blutaustritt aus dem After ist umgehend ärztlicher Rat einzuholen.
